Kanu: Winterpaddeln in den belgischen Ardennen

28. Februar 2018 / Jürgen Bormann

 

Bis zum 15. März eines jeden Jahres darf auf den Oberläufen der belgischen Ardennenflüsse gepaddelt werden. Danach sind die Flüsse bis zum 30. September gesperrt. Deshalb nutzen wir schon seit Jahren das letzte Wochenende im Februar für eine Wildwassertour in die Ardennen mit unterschiedlichen Standplätzen. In diesem Jahr hatten wir für die 24-köpfige Gruppe vier Ferienhäuser auf dem Campingplatz Pont Berguéme in Tenneville gemietet.

Da es in der Nacht von Freitag auf Samstag stark gefroren hat geht’s erst gegen Mittag in Richtung Ourthe, orientale. Wir warten die wärmende Mittagssonne ab. Oberste Einsatzstelle ist das kleine Städtchen Houffalize. Gepaddelt werden soll zunächst bis zum Campingplatz Rensiwez. Dann soll der Staudsee von Nisramont umfahren werden, da er zugefroren ist. Die östl. Ourthe ist in dem ersten Teil ein leichter „Winterwildbach“ im Bereich WW I-II. Bemerkenswert ist ihre außerdordentlich reizvolle Landschaft in einem tief eingeschnittenen Waldtal. Stromschnelle folgt auf Stromschnelle, so dass wir gut vorankommen und nach ca. 1 ½ Stunden an der Aussatzstelle in Rensiwez ankommen. Schnell wird der Stausee umfahren und weiter geht’s auf die Durchbruchstrecke der Ourthe bis Maboge. Hier weist sie einen Schwierigkeitsgrad von WW 1 auf. Interessant dabei die „Rapids des Ondes“, welchen zum Spielen einladen. Imposant ist auch das Panorama des „Six Ourthes“-Blick.

Da uns das Wasser für die Oberläufe ein wenig wegläuft und der Betreiber des Campingplatzes uns wegen starker Baumverhaue vor einer Tour auf der westlichen Ourthe warnt, paddeln wir am Sonntag dann nochmals die Ourthe von Nisramont bis Maboge bei Dauerfrost.