Rudern: Wanderrudertreffen an der Mecklenburger Seenplatte

01. September 2017 / Steffi Rothe, Conny Jäger

Ein Jahr geht schnell vorbei! Letztes Wochenende war es schon wieder soweit,  es ging zum jährlichen Wanderrudertreffen nach Mirow, das bereits zum 32. Mal ausgetragen wurde. In diesem Jahr leider nur mit einer kleinen Abordnung von drei Ruderern aus dem BCN. Aus verschiedenen Landesteilen (Rügen, Berlin, Bad Honnef, Dresden, Friedrichshafen .Neubrandenburg, München usw. ) trafen die Ruderer am Freitagnachmittag im Bootsclub ein. Nach kurzer Wiedersehensfreude gingen die ersten Ruderer mit den Booten zu Wasser. Die Mannschaften stellten sich spontan aus den verschiedenen Rudervereinen zusammen und absolvierten eine erste Fahrt von ca. 20 Kilometer auf dem großen und wunderschönen Ruderrevier. Davon können wir Nordhorner nur träumen! Nach der Rückkehr klang der Abend bei netten Gesprächen und den legendären Schmalz- und Leberwurststullen mit Spreewaldgurken aus. Übernachtet wurde in Zelten auf dem Vereinsgelände, im Clubhaus oder in Hotels.

Nach der morgendlichen Frühstücksstärkung wurden die Bootsbesetzungen bekanntgegeben. In 16 Booten gingen mehr als 80 Ruderer, gemischt aus den verschiedenen Vereinen, zu Wasser, davon in zwei Achtern (Riemen und Doppel), in 12 Doppelvierern und zwei Doppelzweiern. Die Unterfahrung einer ersten Brücke bot einen idealen Standort für einen Fototermin mit allen 16 Booten! Der Mirower Bootspark ist mit fast 40 Gig – und Rennboten äußerst umfangreich ausgestattet. Die sehr gepflegten Holzboote mit Baujahren bis in Zwanziger Jahre zurück boten auf dem Vereinsgelände ein imposantes Bild. Aber auch mit neueren Booten aus dem Jahr 2013 kann der Bootsclub aufwarten!

Gerudert wurde in Richtung Schwarzer See, über den Zotzensee und Vilzsee, wo der Mirower Ruderverein auch hier wieder für eine hervorragende mittägliche Stärkung sorgte. Im Laufe des Tages wurde es immer sonniger bei äußerst angenehmen Temperaturen. Durch Seerosen, enge Kanäle, vorbei an Tretbooten, Kanus, gemütlichen Hausbooten, aber auch schnellen Motorbooten, zum Teil auch mit Wasserski, die für ordentlichen Wellengang sorgten, ging es über insgesamt mehr als 30 Kilometer in Richtung Ruderverein zurück. Das Steuern und auch das Rudern stellte somit doch hin und wieder eine ordentliche Herausforderung dar, besonders für uns Nordhorner, die nur plattes Wasser gewohnt sind! Es war ein interessantes Erlebnis, die verschiedenen Ruder-und Steuertechniken auch einmal von anderen Vereinen kennenzulernen. Beim anschließenden Spanferkelessen genossen wir den Sonnenuntergang, wenn auch bei kühlen Temperaturen.

Am Sonntag ging es bis Mittag noch einmal für die Mehrzahl der Teilnehmer aufs Wasser und zwar über den Leppinsee zum Woterfitzsee mit insgesamt 20 Kilometern. Nur der berühmt berüchtigte „Entenachter“, normalerweise bestehend aus acht Frauen als Enten gekleidet, machte bereits nach fünf Kilometern halt und ließ es ich im gleichnamigen Entenhausen – Restaurant recht gut gehen.

Nach Rückkehr aller Ruderer im Ruderverein wurden die Boote von allen gemeinsam gereinigt und in der Bootshalle verstaut. Für die Lagerung eines Achters wurden eine Menge Hände benötigt! Und nicht jeder Bootsclub kann mit einem Boot der Königsklasse aufwarten! Gestärkt nach einem abschließenden gemeinsamen Mittagessen traten die meisten die Heimfahrt an. Und das mit dem traditionellen wunderschönen Mirow-Geschenk, einem Ruderkalender mit den Fotos des letzten Wanderrudertreffens. Wer nach dem sportlichen Wochenende noch etwas Kultur erleben wollte, konnte sich das Mirower Schloss, das seit 2014 in neuem Glanze erstrahlt, anschauen. Hat man es zum letzten Mal vor 40 Jahre gesehen, war man überrascht, welches tolle Kleinod daraus entstanden ist!

Allen Mirow-Organisatoren herzlichen Dank für dieses gelungene Wochenende! Wir kommen gerne nächstes Jahr wieder.