Törnberichte 2019

Seemeilenbericht von Silke und Arno Führer auf der Segelyacht Charisma (eine Compromis 999- 32 Ft.) vom 13.07-2019 – 30.07.2019

14.07.2019 Stavoren – aus der Binnenmarina ausgelaufen, Kurs Nord Richtung Kornwerderzand. Schleuse zur Nordsee passiert und mit ablaufenden Wasser Harlingen – Noordhaven erreicht. 23,5 SM

13.07.2019 Stavoren -aus der Binnenmarina ausgelaufen und einen kurzen Tagestripp Richtung Medemblick zum Testen der Ausrüstung unternommen. Gegen Abend wieder in der Binnenmarina Stavoren festgemacht. 11,2 SM

15.07.2019 Noordhaven Harlingen – Kurs Nord-West Richtung Vlieland dort auf Familie Johannink getroffen, Waddenaven Vlieland 20,9 SM

18.07.2019 Waddenhaven Vlieland mit dem ersten Büchsenlicht gegen 4:30 Uhr gemeinsam mit Fam. Johannink verlassen. Ziel Nes – Ameland. 41,6 SM

21.07.2019 Nes, Ameland um 04:40 Uhr alleine verlassen, Kurs Borkum. Festgemacht im Burkana Hafen Borkum 60,4 SM

24.07.2019 Borkum- Burkana Hafen – Ziel Yachthafen Norderney 39,3 SM 26.07.2019 Yachhafen Norderney – Ziel Hafen Lauersoog 56,5 SM 27.07.2019 Hafen – Lauersoog , geschleust und die Nordsee wieder verlassen. Über das Lauersmeer die Staande Mastroute bis zum Stadthaven Dokkum 13,6 SM

28.07.2019 Stadthaven Dokkum weiter über die Staande Mastroute nach Leeuwarden Stadthaven. 12,5 SM

29.07.2019 Leeuwarden – Staande Mastroute Richtung Sneek, im südlichen Sneekermeer (Offingawier) draußen festgemacht. 19,4 SM

30.07.2019 Letzte Etappe Staande Mastrute vom Sneeker Meer in den Heimathafen Binnenmarina Stavoren. 17,8 SM Insgesamt zurückgelegt

Strecke 316,7 SM oder 586,53 Km.

Fazit: Ein traumhafter Törn, Wetter von allem was dabei aber überwiegend Sonne. Viele interessante Menschen kennengelernt, aus bestehenden Kontakten sind Freundschaften geworden. Innerhalb der BCN Yachtownergruppe gab es einen regen Erfahrungsaustausch, der Anfang für eine neue Dickschiffseglergemeinschaft innerhalb des BCN ist gemacht.

Genuss-Segeln und Hafen-Camping.

Familien-Segelurlaub auf der Winner 10.10 „Livv“

Vom 08.07. – 27.07.2019

Frauke, Klaas, Jojo (9) und Hanno (7) Johannink

08.07. Boot beziehen, Einkäufe, Umschalten in Urlaubsmodus

09.07. Workum – Medemblik   16 Meilen

Dort getroffen mit Hendrik und Familie, die zeitgleich eine Bavaria 37 in Lemmer gechartert haben.

10.07. Medemblik – Makkum   24 Meilen

Gemeinsam mit Hendrik u Family nach Makkum gesegelt. Ganztägig Nieselregen, 3-4 Bft S-SW

Da auch mit Freunden getroffen, die in Makkum ihren Urlaub verbrachten.

11.07. Kleine Ijsselmeer-Rundfahrt mit Freunden  –  10 Meilen

Die befreundete Familie ohne jede Segelerfahrung machte die ersten Schritte auf einer Segelyacht.Ob der Virus übergesprungen ist – wer weiß?

12.07. Makkum – Vlieland   28 Meilen

Start um 04:45, so konnten die Kinder die ersten Stunden verschlafen. Leider zunächst kein Wind, daher Maschinenfahrt,

die letzten ca 10 Meilen dann unter Segeln, 10:30 fest.

Besonderheit: Schleusung Kornwerderzand allein – für die komplette Schleusung samt Autobahnbrücke gerade mal 15 Minuten.

Das frisst normalerweise 1-2 Stunden. Der frühe Vogel…

Dann 4 Nächte auf Vlieland – Urlaubsmodus

Dort Arno und Silke getroffen – Premiere: Unsere Kuchenbude erstmals aufgebaut! Danke Arno…

16.07. Vlieland – Terschelling   8 Meilen

Keine besonderen Vorkommnisse, außer dass wir auf Terschelling einen Liegeplatz direkt am Steg ohne Päckchenlieger hatten. Eine Seltenheit in der Hauptsaison.

17.07. Terschelling – Vlieland  8 Meilen

Leider komplett motort da Flaute. War aber nötig, um morgens von Vlieland den Absprung Richtung Ameland zu kriegen.

Auf Vlieland wieder mit Arno u Silke getroffen.

18.07. Vlieland – Ameland  43 Meilen (über Nordsee)

Ca 05:00 Vlieland los – 11:00 Ameland fest.

Kinder konnten wieder die ersten Stunden verschlafen.

Schöne Fahrt außen um Terschelling herum. Bei angenehmem S-Wind gemeinsam mit Fam. Führer.

19.07. bis 22.07. auf Ameland – Urlaubsmodus ges. 5 Nächte

Am 21.07. verließ uns Fam.Führer Richtung Borkum. Wir blieben noch ein wenig auf Ameland um auf passenderes Wetter für die Rücktour Richtung Terschelling zu warten.

23.07. Ameland – Terschelling   26 Meilen (durchs Watt)

Seglerisch die langweiligste Passage (fast komplett motort da Flaute). Navigatorisch die anspruchsvollste.

Mit unseren 1,90 Tiefgang sehr knapp bemessen und auch nur gewagt, da sehr ruhiges Wetter (kein Wind).

Vorsichtig geplant durften wir am Fahrwasser „Blauwe balg“ nach einem ersten Anlauf direkt noch eine Warteschleife drehen um auf mehr Wasser zu warten.

Auch das Wattenhoch „Oosterom“ passte mit nicht viel mehr als einer flachen Hand unterm Kiel. Aber es passte.

3 Nächte Urlaubsmodus auf Terschelling

Hafen rappelvoll, aber schön war´s, denn der Sommer war endlich richtig da.

26.07.  Terschelling – Workum   38 Meilen

Bei annähernd Rekordhitze und einem frischen (Stärke bis 5 Bft) aber föhnartigen (Temperatur) O-SO-Wind.

Unser Bild von Schleuse Kornwerderzand stimmt auch wieder: Diesmal 1:20 für die Schleuse gebraucht…

Als Abschluss noch ein Bade-Ankerstop vor Workum. Abends mit Fam. Hinnen im Hafen getroffen und ein paar Bierchen verhaftet.

Schön war´s!

27.07 Boot ausräumen und putzen, Heimfahrt.

Zusammen ca 200 Meilen, davon leider ca 50 Meilen unter Motor. 9 Segeltage, 9 Hafentage.

Gut, einen Sonnenschutz zu haben (2.Hälfte).

Gut, eine Kuchenbude zu haben (jedenfalls i.d. 1.Hälfte des Urlaubs).

Ein schöner Törn ohne Salzbuckel-Käptn-Ahab-Abenteuer sondern Urlaub und Segeln im Familienmodus.

Viel „family and friends“ getroffen. Bewusst auch viele (50%) Hafentage und damit die Orte wirklich genossen statt nur Häfen abzuhaken.

******Törnbericht****** Inge und Gerd Brokamp

Am 19. Juli ging es ab unserem Heimathafen in Warns mit unserer Compromis Richtung Waddenzee. Mit dabei war meine älteste Tochter Manon. Wir wollten noch vor 21. Uhr die Schleuse in Stavoren schaffen. Das Ziel dieses Abends sollte Den Oever sein. Da es am Folgetag Regen und Sturm geben sollte, wollte ich schon ein gutes Stück Richtung Texel schaffen. Also quer über das Ijsselmeer. Den Sonnenuntergang konnten wir aufgrund der Bewölkung nicht wahrnehmen. Gegen 23.30 Uhr haben wir (im dunkeln) sicher Den Oever erreicht.

Am nächsten Tag sollte es nach Texel weitergehen. Zuerst ist das aber noch die Schleuse. Ideal ist es, ca. 2 Stunden vor Niedrigwasser Den Oever zu verlassen, um das ablaufende Wasser zu nutzen und später wieder mit dem auflaufenden Wasser den Texelstrom bis Oudeschild zu segeln. Das hätte aber bedeutet, erst gegen Abend zu starten.

Die Liegeplätze auf Texel sind rar. Also starteten wir schon Mittags bei Hochwasser und haben in Kauf genommen, später gegen

den Texelstrom zu fahren. In Rauschefahrt ging es bei 6 Windstärken und Halbwind durch das Visjagersgaatje bis zum Malzwin.

Bei Tonne M10 haben wir schon abgekürzt (bitte nicht weitersagen) und sind nahe der Sandbank de Bollen auf die Tonne T13

und später T15 zugefahren. So konnten wir dem Texelstrom ein Schnippchen schlagen. Geringer Tiefgang hat auch seine

Vorteile (ab bitte nicht nachmachen). Am späten Nachmittag waren wir dann schon in Oudeschild. Wie erwartet war der Hafen

voll. Wir konnten aber noch einen der letzten Plätze am A und B Steiger erhaschen. Am nächsten Tag segelten wir dann weiter

durch das Scheurrak nach Terschelling. Vlieland war keine Option, da die Revierzentrale Bandaris schon den ganzen Tag meldete:

Vlieland ist voll. Auf Terschelling war es aber auch nicht besser. Wir schlängelten uns in der 1. Gasse rückwärts vorbei an unzähligen

Päckchen und machten am Ende dann im 5er Päckchen fest. Das hieß, kein Landstrom und klettern, um an den Steg zu kommen.

Am nächsten Morgen dann weiter bei 6 Bft. gegen den Wind und bei Gegenstrom durch das flache Schuitengat. Warum macht man sowas? Vlieland war immer noch voll. Die einzige Chance ist, gegen Mittag zu versuchen, doch noch einen Liegeplatz zu bekommen.

Gegen Mittag waren wir in der Hafeneinfahrt. Der Yachthafen zeige 2 rote Lichter = voll. Trotzdem fuhren wir rein und haben einen

schönen Liegeplatz im hinteren Bereich ergattert. Man muss nur den Mut haben ganz durchzufahren. Es war sogar noch einer frei.

Diese Liegeplatz haben wir auch 2 Tage nicht hergegeben. Mittwochs legten wir dann wieder ab Richtung Harlingen. Wie haben

kaum unseren Liegeplatz verlassen, schon war er wieder besetzt. Bei der Hafenausfahrt beobachteten wir einen Katamaran,

der meinte direkten Kurs auf Harlingen nehmen zu können. Es ist nicht weit gekommen. Helfen konnten wir nicht. Wir hätten uns selber festgefahren. Am späten Nachmittag erreichten wir Harlingen und machten mitten in der Stadt fest.

Am Folgetag dann wieder durch die Schleuse in Kornwerderzand auf’s Ijsselmeer und dann nach Hindeloopen. Hier habe ich dann abends die Erfahrung gemacht, dass man im Alter doch nicht mehr so große Sprünge machen sollte. Ich habe mir auf dem Steg den Fuß verknackst und hatte in Folge eine gute Woche Spaß daran.

Am letzten Tag ging es dann zurück über Stavoren nach Warns, wo wir dann wieder sicher festgemacht haben.